
Viele sprechen über AI Engineering – wenige zeigen wie.
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Gedanken von der DynamicsMinds 2026: eine Keynote, die uns alle in die Sternenflotte versetzt — und warum KI den SaaS-Partner nicht abschafft, sondern den Wert von der Lizenz zum Ergebnis verschiebt. Von Software as a Service zu Outcome as a Service.

Gedanken von der DynamicsMinds 2026.
Ein Wort zum Rahmen: DynamicsMinds ist eine community-getriebene Konferenz für die Microsoft-Welt rund um Dynamics 365 & Power Platform — vom 25. bis 27. Mai in Portorož an der slowenischen Küste. Das Besondere ist das Publikum: nicht nur Technik-Leute, sondern auch viele echte Anwender, an einem wunderschönen Ort am Mittelmeer . Und gefeiert wird auch: Ein Abend geht in eine Party direkt am Strand des Hotels über — bis tief in die Nacht. Genau diese Mischung macht das Event so wertvoll.
Die Konferenz startete mit einer Keynote , die uns alle längst in der Sternenflotte sieht: Wir arbeiten an unserer persönlichen Optimierung, die KI hat unsere tägliche Arbeit übernommen.
Und das Bild trägt weiter, als es zunächst scheint. Der Auftrag der Sternenflotte war nie Effizienz um ihrer selbst willen — sondern neue Grenzen zu erkunden, fremde Welten und neue Formen von Leben zu entdecken. Auch der Vortrag drehte sich weniger um Automatisierung als um Kreativität: Wenn die KI die Routine übernimmt, wird der Mensch frei für genau das, was keine Maschine vorzeichnet — das Erkunden, das Gestalten, das Neue.
Dahinter verbirgt sich eine wachsende Angst: Mit dem Einzug der KI könnten etablierte SaaS-Modelle bald nicht mehr gebraucht werden.
Genau dazu gab es am letzten Tag, in der letzten Session , einen Austausch, der für mich der wertvollste der ganzen Konferenz war. Gerade Microsoft-Partner sind von Lizenzmodellen geprägt — beeinflusst, teils abhängig.
Und diese Abhängigkeit hat einen Grund. Ein großer Teil des Microsoft-Ökosystems lebt davon, die Lösungen und Integrationen zu liefern, die Microsoft-Produkte überhaupt funktionieren lassen. Denn bei Microsoft folgt die Entwicklung immer dem Marketing: Die Botschaft ist zuerst da, und vieles funktioniert nicht wie gedacht — bis ein Partner es zusammenfügt. Diese Klebearbeit ist echte, wertvolle Leistung. Aber sie hängt an den Lizenzmodellen: Der Partner verdient an der Integration — und an den Lizenzen darunter.
Die Diskussion im Publikum war deshalb schärfer, als ich erwartet hatte. Viele Partner verdienen ihr Geld längst nicht mehr allein mit Lizenzen — sondern damit, zu wissen, was der Kunde wirklich braucht, und ihn durch den Dschungel der Lösungen zu führen. Doch wenn sich Microsofts eigenes Geschäftsmodell von der Lizenz wegbewegt, muss sich auch das Partnermodell mitbewegen.
Ich glaube: KI wird die Geschwindigkeit verändern, in der wir Projekte umsetzen. Vielleicht sogar die Qualität deutlich heben. Aber Kunden müssen nach wie vor an die Hand genommen werden. Es braucht Menschen, die ihre Probleme verstehen und in Lösungen übersetzen. Das lässt sich — Stand heute — nicht wegautomatisieren.
Und ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob die KI den schwierigsten Teil meistern wird: das halb ausgesprochene Problem eines Kunden in etwas zu übersetzen, das tatsächlich funktioniert. Diese Übersetzung beruht auf einem tiefen Fundus an Know-how auf der Partnerseite — Brancheneigenheiten, mühsam erarbeitete Workarounds, das stille Gespür dafür, was „fertig" wirklich bedeutet. Vieles davon landet nie in einer Dokumentation, geschweige denn in einem Modell. Die KI kann das Bauen beschleunigen; ob sie das Urteilsvermögen übernehmen kann, ist noch offen.
Das ist für mich der eigentliche Wechsel: weg von Software as a Service, hin zu Outcome as a Service. Nicht die Lizenz ist das Produkt. Sondern das Ergebnis.

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